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05.08.2011 - Wärme und Energie

Wärmepumpen werden bei der zukünftigen Umstellung der Wärmeversorgung auf Erneuerbare Energien immer wichtiger. Insbesondere in Industrie und Gewerbe lassen sie sich vorteilhaft zur Bereitstellung von Raum- und Prozesswärme sowie zur Abwärmenutzung einsetzen. Die neuen Förderrichtlinien für (Groß-) Wärmepumpen bieten einen zusätzlichen Anreiz für die Nutzung von Wärmepumpen in großen Gebäuden, in der Industrie, in der städtischen Energieversorgung, aber auch im privaten Bereich. Die „1. Fachtagung Groß-Wärmepumpen und Wärmenetze“ behandelt im Rahmen der 12. Internationalen Energiefachmesse RENEXPO in Augsburg diesen Themenbereich.

Mit den neuen Richtlinien zum Marktanreizprogramm wurden seit März 2011 auch Änderungen für die Nutzung von Wärmepumpen vorgenommen. Der Bemessungsmaßstab für die Förderung für Wärmepumpen wurde von der Wohnfläche auf die Wärmeleistung umgestellt. Weiterhin wurden große Wärmepumpen neu in die KfWFörderung aufgenommen. Förderfähig ist die Errichtung von effizienten Wärmepumpen mit mehr als 100 Kilowatt Nennwärmeleistung. Wärmepumpen als effiziente Methode, Umweltwärme, oberflächennahe Geothermie oder Abwärme aus Gebäuden und Industrie zur Beheizung von Ein- und Mehrfamilienhäusern nutzbar zu machen sind heute eine weit verbreitete Technik. Insbesondere bei der Nutzung von Biomasse, Geothermie und Kraft-Wärme-Kopplung hat sich gezeigt, dass mit Hilfe von Wärmenetzen eine effiziente und wirtschaftlich günstige Wärmeversorgung möglich ist. "Bei der zukünftig besonders wichtigen Umstellung der Wärmeversorgung im Gebäudebestand von fossilen auf Erneuerbare Energien werden Wärmenetze und Wärmepumpen eine besondere Rolle spielen," ist sich Dipl. Ing. Manfred Reuß vom Bayerischen Zentrum für Angewandte Energieforschung e.V. (ZAE Bayern) sicher. Die „1. Fachtagung GroßWärmepumpen und Wärmenetze“ setzt sich am 23.09.2011 im Rahmen der 12. RENEXPO intensiv mit dieser Thematik auseinander. Die in Zusammenarbeit mit dem ZAE Bayern veranstaltete Fachtagung zeigt, dass mit den heute verbreiteten Wärmepumpen die Möglichkeiten dieser Technik noch lange nicht ausgeschöpft sind. Insbesondere die Integration in Wärmenetze bietet Vorteile für den Netzbetrieb und für die Effizienz der Wärmepumpe. Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten. In Fernwärmenetzen helfen Wärmepumpen den Betrieb effizienter zu gestalten. Bei dichter Bebauung kann ein zentrales Erdwärmesondenfeld zur Nutzung der oberflächennahen Geothermie kombiniert mit einer Wärmepumpe und einem Wärmenetz die Wärmeversorgung sicher stellen. Thermische Solarenergie kann in viel größerem Umfang für die Heizung nutzbar gemacht werden als in Kleinanlagen. Sogar bei der Kraft-Wärme-Kopplung, beispielsweise bei Biogasanlagen, bringt die Verbindung von Wärmenetz, saisonalem Wärmespeicher und Wärmepumpe eine optimale Energieausnutzung. Vertreter aus Wissenschaft und Industrie werden neue Ideen, Systemkonzepte und Komponenten vorstellen. Die Präsentation bereits realisierter Anlagen soll diese zukunftsweisende Technik illustrieren und zur Nachahmung anregen.

Im Ausstellungsbereich der RENEXPO präsentieren führende Hersteller, wie Junkers Deutschland - Bosch Thermotechnik GmbH, OCHSNER Wärmepumpen, Stiebel Eltron GmbH & Co. KG, Vaillant Deutschland GmbH & Co. KG und Viessmann Deutschland GmbH, ihre Produkte und Lösungen im Bereich der Wärmepumpe. Die RENEXPO zeigt auch die gesamte Bandbreite der Finanzierung, Förderung und Versicherung. So können sich Interessierte direkt bei der KfW-Bankengruppe über mögliche Förderungen und Finanzierungen informieren.

 

Die RENEXPO 2011 findet vom 22. - 25.09.2011 in der Messe Augsburg

statt. Weitere Informationen zur Messe finden Sie unter
www.renexpo.de.


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