ERA Magazin - besser Wohnen

SARDINIEN – EIN PLÄDOYER FÜR DEN SÜDEN

Costa del Sud – von Cagliari entlang der Küste in den Westen

Die Reise beginnt in Cagliari. Von Wien, München oder Zürich fliegt man in die Inselhauptstadt Cagliari und landet am internationalen Flughafen Elmas, der etwa 8 km außerhalb der alten Hafenmetropole liegt. Eine Direttissima führt ins Quartiere Marina, dem lebhaften Zentrum am Hafen. Von hier aus lässt sich Casteddu, so der alte sardische Name der pulsierenden 150.000 Einwohner Stadt zu Fuß erkunden. Durch enge Gassen spaziert man hinauf zur Bastione St. Remy, wo ein kürzlich renovierter Platz im klassizistischen Stil ein wunderbares Panorama über den Golf von Cagliari offenbart.

CAGLIARI PORTO TURISTICO

Oben im Quartiere Castello der Torre dell’Elefante, der Teil der pisanischen Befestigungsanlage aus dem 14. Jahrhundert ist. Hat man sich erstmal orientiert, geht es wieder bergab. Östlich liegt klein aber fein der Stadtteil Villanova, zahlreiche schicke Boutiquen reihen sich entlang der Via Garibaldi.

Am Ende der Einkaufsstraße ist der kürzlich neu gestaltete Piazza Garibaldi und ein paar Schritte nordwestlich der leicht versteckte Piazza San Domenico – in den Sommermonaten hört man hier Jazz und Klassik unter Palmen. Westlich unterhalb der Bastione, hip und jung liegt Stampace, Flohmärkte, Streetfood und die alternative Kulturszene geben sich hier ein Stell-dich-ein.
Dazwischen hupend und geschäftig der Piazza Yenne am oberen Ende des Corso Vittorio Emanuele. Wo es dort das beste Eis gibt lässt sich schwer sagen, die Gelataio übertreffen sich selbst, aber dass man dort am Piazza auch die Tickets für die Cagliari Calcio 1920 Spiele bekommt ist fix.
Im vereinseigenen Store-Cafe gibt es neben einem prima Caffe Macchiato, alles was das FußballerInnen-Herz braucht. Gekickt wird in der neuerbauten Sardegna Arena im Stadtteil Sant´ Elia. Die Sardinnen und Sarden sind glühende, aber auch verzeihende Tifosi – ein echtes Serie A Erlebnis für alle, die in der Spielsaison reisen.
Am Ausgangspunkt des Stadtspaziergangs ist der Piazza Matteoti, wo auch die Zug- und Busdrehscheibe der Stadt ist – alle paar Minuten bis spät in die Nacht geht’s raus zum Poetto.

334 7282367

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IL Poetto, der längste Stadtstrand Europas

9 Kilometer lang, bis zu 350 Meter breit, flach abfallend und kristallklar: Die Spiaggia beginnt am Fuße des Sella Del Diavolo mit der sportlichen Marina Piccola, ein guter Platz zum Segeln, Surfen und Standup-Paddeln. Wer möchte, geht den Strand zu Fuß ab, was einem Tagesausflug gleich kommt. Vorbei am Il Lido, Freibad und Who-is-who Szene der Einheimischen verläuft die Passeggiata Richtung Ospedale, wo man sich im Il Nilo längst ein erstklassiges Focaccia verdient hat. Richtung Quartu Sant´Elena, trifft man auf zahlreiche Clubs, die die Sommernächte mit Lifemusik zum Tag machen.
La Dolce Vita, heißt hier auch man gönnt sich die Anima Sarda, die sardische
(Bier-) Seele, Ichnusa. Erstklassiges Mittag- und Abendessen in Topqualität kreiert die junge Crew der Bar-Lounge Colibri, direkt am Wasser. Die Tapferen wandern dem Sonnenuntergang entgegen und genießen unter schattigen Pinien den Sundowner im Controvento, bevor es mit dem Linienbus bequem zurück geht.