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Richtig umtopfen – so geht´s!

Alle 2 bis 3 Jahre brauchen Pflanzen einen größeren Topf

Alle ein bis drei Jahre sollten Pflanzen in einen größeren Topf kommen. Damit aus sattem Grün nicht welkes Gelb oder gar totes Schwarz wird, sollten Sie sich an unsere Tipps zum Umtopfen halten. Die beste Zeit zum Umtopfen von Zimmerpflanzen ist der Beginn der Wachstumssaison im Februar und März. Der neue Topf sollte zwei bis drei Nummern (Zentimeter) größer aus, als der alte. Wichtig ist auch, dass er nicht zu groß ist, da die Pflanzen sonst ihre ganze Energie fürs Wurzeln schlagen brauchen und nicht mehr wachsen, bzw. blühen.

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Ist die Erde der Topfpflanze bereits komplett durchwurzelt, sollten Sie rasch handeln. Sie können auch bereits verwendete Töpfe zum Umtopfen verwenden, aber reinigen Sie den betreffenden Topf gründlich, damit keine Keime in die neue Erde gelangen. Untersuchen Sie die Pflanze vor dem Umtopfen auf Schädlinge. Vergessen Sie die Drainage nicht, damit es zu keinem Wasserstau und damit Wurzelfäulnis kommt.

Und so wird professionell umgetopft
Schritt 1: Bedecken Sie den neuen bzw. gründlich gereinigten Topf mit Steinchen, Tonscherben oder einem Granulat, damit die Erde nicht durchsickert und von unten belüftet wird. Füllen Sie dann ein bisschen Erde in den Topf, die nicht zu fest angedrückt werden sollte.
Schritt 2: Lösen Sie die Pflanze nun vorsichtig aus dem alten Topf und versuchen Sie, den Wurzelballen vorsichtig aufzulockern.
Schritt 3: Besonders dicke und lange Wurzeln können gekürzt werden, das regt das Wachstum der Pflanze an. Vertrocknete und verfaulte Wurzeln sollten komplett entfernt werden.
Schritt 4: Stellen Sie die Pflanze jetzt gerade in den neuen Topf, füllen Sie rundherum mit der passenden Blumen- bzw. Grünpflanzenerde auf und drücken Sie alles gut fest.
Schritt 5: Gießen Sie jetzt mit lauwarmem Wasser gut an und gießen Sie das nicht versickernde Wasser ab. Oder – noch etwas schonender für die Pflanze – bewässern Sie von unten, indem Sie etwas Wasser in den Untersetzer füllen.

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Zimmerpflanzen verschönern unsere Wohnräume, verbessern die Raumluft und unsere Lebensqualität, filtern Schadstoffe aus der Luft und sorgen für eine angenehme Luftfeuchtigkeit. Obwohl einige unserer grünen Mitbewohner ohne viel Pflege auskommen, für die meisten Zimmerpflanzen ist ein zumindest hellgrüner Daumen nötig, um länger als ein paar Wochen Freude an ihnen zu haben. Die meisten Pflanzen brauchen sehr viel Licht, vertragen in der Regel aber keine direkte Sonne. Ideal sind daher Räume mit Fenstern nach Osten. Hier ist es hell, aber noch ehe die Sonnenstrahlen um die Mittagszeit gefährlich heiß werden, verstecken sie sich schon wieder hinter der Hauswand.
Erwischen unsere grünen Freunde zu wenig Licht, bleibt das Wachstum stecken und sie bilden auch in der Vegetationsphase kaum Triebe und Blüten aus, Blütenpflanzen setzen kaum Knospen an, panaschierte oder buntblättrige Sorten färben sich grün. Die Pflanzen entwickeln, wenn überhaupt, lange, weiche Triebe, der Abstand zwischen den Blättern wird größer, sie ´“vergeilen“. Stehen Zimmerpflanzen jedoch im direkten Sonnenlicht können sich gelbe, später braun verfärbte Flecken bilden (Verbrennungen), die Blüten verblassen und die Pflanzen vertrocknen.

Kunstlicht als Wachstumsförderer
Draußen ist die Sonne die lebensspendende Lichtquelle. In unseren Wohnräumen jedoch wird immer mehr auch das künstliche Licht zur Wachstumsförderung der Zierpflanzenhaltung eingesetzt. Auch die Beleuchtungsdauer ist von Bedeutung für die Entwicklung einer Pflanze. Knollenbildung oder Blüte werden vom Verhältnis Tag- zu Nachtlänge beeinflusst. Der Fachmann nennt dies Photoperiodismus. Mit den künstlichen Mitteln der Lichtregulierung, also Abschirmung des Tageslichts oder künstlicher Beleuchtung, lässt sich so der Blührhythmus der Pflanzen steuern (z.B. beim Weihnachtsstern). Achtung! Falsch zusammengesetztes Licht ist schädlich: Zuviel blau-violette Strahlung verzögert zum Beispiel das Längenwachstum, zuviel rote und infrarote Strahlung beschleunigt es.

Erde oder Hydrokultur?
Grundsätzlich sind alle Pflanzen neben der Kultivierung in Erde bzw. Erde/Sand-Gemisch auch für andere Pflanzsubstrate, wie beispielsweise Seramis u. ä. und für Hydrokulturen geeignet. Selbst Kakteen können in Hydrokultur gepflegt werden, da sich die Pflanzen ja nur jeweils so viel Wasser aus dem Substrat holen, wie sie gerade benötigen. Während die nötigen Nährstoffe in der Erde bereits vorhanden sind oder über Düngerzugaben geregelt werden, werden für die Hydrokultur die Nährstoffe regelmäßig dem Wasser beigemischt. Die Wurzeln der Pflanzen sitzen bei der Hydrokultur im Blähton, porösen Tonkügelchen, die Nährstoffe sowie Flüssigkeit aufnehmen, speichern und bei Bedarf an die Wurzeln weiterleiten.
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