ERA Magazin - besser Wohnen

GARTENTRÄUME

… werden wahr

beautiful garden panorama

Vor allem im Sommer verwandelt sich der Garten vor den eigenen vier Wänden in ein zweites Wohnzimmer und wird zum Lebensmittelpunkt während der warmen Jahreszeit. Der Garten ist ein Ort, an dem man Zeit mit der Familie verbringt, mit Freunden feiert oder einfach nur die Seele baumeln lassen kann. Damit das Grün vor der Haustüre auch zum idealen Rückzugsort wird, braucht es kreative Ideen, Vorstellungsvermögen und vor allem Planung. Je nach Belieben kann der Garten durch Pflanzen, aber auch durch andere Objekte wie Steine oder Betonplatten zum Ausdruck der eigenen Persönlichkeit werden.
Eine bunte Mischung aus Blumen und Pflanzen mit Wildwuchs oder doch lieber strikte und geometrische Konzepte? Ob natürlich, modern oder klassisch, eine grundlegende Struktur ist notwendig. Auch ein bereits bestehender Garten kann umgestaltet werden und an entsprechende Bedürfnisse angepasst werden. Zunächst schafft man sich einen Überblick darüber, was noch genutzt wird, was umgesetzt werden oder gar ersetzt werden soll. Ist der Garten von allem befreit, was keine Freude mehr bringt, so ist er bereit für die neue Ideenumsetzung.
Hochbeete – Obst und Gemüse aus dem Eigenanbau
Obst und Gemüse frisch aus dem eigenen Garten in die Küche – dieser Trend ist nach wie vor zu spüren. Viele Hobby-Gärtner steigen daher von den klassischen ebenerdigen Beeten zu Hochbeeten um, die zusätzlich zum schicken Hingucker im Garten auch mehr Komfort bieten. Hochbeete sind in unterschiedlichen Größen, Farben und Materialien erhältlich und fügen sich so optimal in das Gartenbild ein. Im Gegensatz zu herkömmlichen Beeten können Hochbeete auch auf steinigem oder betoniertem Untergrund platziert werden, wodurch sich auch im kleinsten Garten meist eine passende Stelle findet. Um ganzjährig Lebensmittel aus dem Eigenanbau genießen zu können, sind vor allem hochwertige Baumaterialien des Rahmens sowie ein gut abgestimmtes Mischverhältnis von Gartenerde, Zweigen, Kompost und Rasenboden notwendig. Durch das langsame Verrotten entstehen wichtige Nährstoffe, welche die Pflanzen auf natürliche Art und Weise düngen. So kann sichergestellt werden, dass Obst und Gemüse jeder Art prächtig gedeiht und die Ernte besonders ertragreich ausfällt. Verwendet man in den kalten Monaten eine Abdeckung, so werden dieKeimlinge vor Frost geschützt, wodurch sie auch im Winter gedeihen können. So steht auch im Frühjahr einer nachhaltigen und gesunden Ernährung der Marke „Eigenbau“ nichts im Wege!
Ab durch die Hecke
Mit Blüten oder bunten Blättern – eine Hecke in all ihren Variationen zählt nach wie vor zu den beliebtesten Gestaltungsmitteln für Grünflächen. Sie werden jedoch nicht nur zur räumlichen Trennung, sondern auch gerne als Sichtschutz eingesetzt. Je nach Belieben kann zwischen Formschnitthecken, die aber regelmäßig geschnitten werden müssen, oder locker gepflanzten Sträuchern gewählt werden. Letztere sind mit deutlich geringerem Aufwand verbunden, da sie lediglich ab und zu ausgelichtet werden müssen. Sie brauchen jedoch deutlich mehr Platz als Formschnitthecken und verlieren im Winter meist alle Blätter. Ganzjährig blickdicht sind vor allem Gewächse wie Eibe, Kirschlorbeer oder Feuerdorn. Schönen Sichtschutz im Sommer bieten hingegen Liguster, Hainbuche oder Rotbuche.
Akzente setzen
(epr) Genauso individuell wie die Ansprüche jedes Einzelnen an den Außenbereich sind auch die Gestaltungsmittel, die Gartenfreunden zur Verfügung stehen. Es sind die verschiedenen Farben, Formen und Oberflächen von Bau- und Werkstoffen, die Vielseitigkeit ermöglichen. Eines der flexibelsten Materialien ist Beton. Als Betonsteinpflaster im Außenbereich eingesetzt, lässt sich nahezu jeder Gartentraum realisieren. Naturgemäß ist der Baustoff grau, lässt sich jedoch durch das Hinzufügen von Pigmenten farblich verändern. So gibt es Betonstein sogar in Gold, farbenfroh gemustert oder natürlich nuanciert. Hinsichtlich seiner Formenvielfalt verhält es sich ähnlich. Abgesehen davon, dass Beton so gut wie jede Gestalt annehmen kann, sind für die Gestaltung von Terrassenbelägen und Gartenwegen vor allem die unterschiedlichen Formate und Abmessungen interessant, die von XXL bis extrabreit, eckig, rund, schmal oder klein reichen, sodass sich zahllose Verlegemuster ergeben. Wirft man einen Blick auf die dritte Dimension, die Oberfläche, trifft man auch hier auf schier unendliche Möglichkeiten. Durch Kugelstrahlen, Stocken, Feinwaschen oder Schleifen zeigt sichBetonstein auf Wunsch edel geschliffen, rustikal strukturiert oder natürlich gebrochen. Weitere Informationen unter www.betonstein.org.
Die vier Jahreszeiten der Gartenarbeit
Bäume schneiden, Pflanzen umtopfen, Rasen bewässern u.v.m., jede Jahreszeit bringt ihre speziellen Anforderungen für die Gartenpflege mit sich. Damit die grüne Oase das ganze Jahr über Freude bringt, geben wir hier einen Überblick der richtigen Arbeiten zur richtigen Zeit.
Frühlingserwachen
Im Frühling ist die richtige Zeit, um Keimlinge auszusähen und den Grundstein für einen prächtig blühenden und gedeihenden Garten zu legen. Um den Pflanzen ideale Bedingungen zum Austreiben und Wachsen zu bieten, eignet sich spezielle Aussaaterde, denn im Gegensatz zu herkömmlicher Blumenerde enthält diese weniger Düngesalz und verhindert so, dass die feinen Wurzeln geschwächt werden. Auch junge Bäume brauchen oft Starthilfe, um schön zu blühen oder Früchte zu tragen, denn steile Aststellungen können das Austreiben oft verhindern. Um dem entgegenzuwirken empfiehlt es sich, die Äste im Frühling mit Seilen herunterzubinden. Rosenbeete brauchen ebenfalls besondere Pflege. Damit sie später gesund blühen, ist es wichtig, alle Rosentypen im Frühling stark zurückzuschneiden. Nur so entsteht ein starkes Wachstum von langen Trieben, die im Sommer ein einzigartiges Blütenmeer hervor bringt. Ebenso ist es wichtig, den festen Boden rund um die Pflanzen im Frühling aufzulockern, um gesundes Wachstum zu ermöglichen.
Kunterbunte Sommerlaune
Laue Sommerabende laden dazu ein, die warmen Tage im Garten ausklingen zu lassen und sich an der bunten Blüten- und Pflanzenpracht zu erfreuen. Um diese jedoch gut durch die heißen Tage zu bringen, brauchen viele Pflanzen jedoch besondere Pflege. Weit verbreitet ist die Annahme, den Garten abends zu bewässern. Viel effektiver ist es jedoch, bereits früh Morgens zu gießen, um den Pflanzen die Möglichkeit zu geben, das Wasser, das im Boden versickert, auch aufzunehmen. Bei den heißen Temperaturen benötigen vor allem Kübelpflanzen wie Oleander oder Margeriten häufiger Wasser als Pflanzen in Beeten, da die Erdmenge und daher auch die Wasserspeicherfähigkeit in Kübeln begrenzt ist. Wer im Sommer beispielsweise seine eigenen Erdbeeren aus dem Garten genießen will, der pflanzt die Samen zwischen Juli und September ein und kann im darauffolgenden Jahr bereits viele süße Früchte ernten. Auch ein Schwimmteich braucht im Sommer besondere Pflege, denn oftmals kann der Wasserstand durch die Hitze sinken, was wiederum zu vermehrter Algenbildung führen kann. Zum Nachfüllen eignet sich am Besten in einer Tonne gesammeltes Regenwasser. Wird der Teich trübe und kippt das Wasser, so kann der natürliche Teichfilter unterstützt werden, in dem abgestorbene Pflanzen und Fadenalgen einfach mit dem Kescher herausgefischt werden.
Herbstgold
Die Gartensaison neigt sich im Herbst langsam dem Ende zu, jedoch sorgen Herbstblüher noch für bunte Farben und vertreiben so gekonnt schlechte Regenwetter-Laune. In dieser Jahreszeit gilt generell, keinen Volldünger mehr zu verwenden. Bei jungen oder spät gesetzten Pflanzen ist es wichtig, den Dünger vorsichtig im Wurzelbereich zu verstreuen und einzuarbeiten. Auch der Rasen benötigt im Herbst spezielle Pflege. Um den Gräsern die Aufnahme von Licht zu erleichtern, ist es unbedingt erforderlich, herabgefallenes Laub zu entfernen. Besondere Pflege erhält der Rasen, wenn er vor dem Winter noch einmal gekalkt wird, denn so wird übermäßiges Mooswachstum und Rasenfilz im nächsten Jahr vermieden.
Winter-Blues, aber doch nicht im Garten
Auch im Winter gibt es im Garten so einiges zu tun. Sommerblühende Sträucher sollen vor der kalten Jahreszeit zurückgeschnitten werden, um ihnen den Start in den warmen Monaten zu erleichtern. Pflanzen, die im Frühling zu blühen beginnen, sollten jedoch nicht mehr zurückgeschnitten werden, da man dabei die bereits gewachsenen Blütenknospen entfernen würde. Sind frostfreie Gewächshäuser im Garten vorhanden, so kann im späten Winter bereits Gemüse ausgesät werden. Vor allem Gartenkresse oder Schnittsalat eignet sich dafür gut, da diese Pflanzen mit wenig Licht auskommen.