ERA Magazin - besser Wohnen

EIN OFEN IM HAUS

Kachelöfen und Kamine

©Ludlow Stoves Ltd, Opus Trio, 6593539

 

Wohlige Wärme und gemütliche Atmosphäre – Kachelöfen oder Kamine sorgen für ein heimeliges Gefühl in den eigenen vier Wänden. Wenn es wieder früher dunkel wird und die Temperaturen sinken, dann gibt es kaum etwas Schöneres, als es sich mit einem guten Buch und einer Kuscheldecke vor dem knisternden Kaminfeuer gemütlich zu machen. Wer sich für einen Ofen im Haus oder der Wohnung entscheidet, der hat eine große Auswahl. Grundsätzlich differenziert man zwischen zwei Ofenarten: dem traditionellen Kachelofen und dem Kamin. Während erstere oft nur ein Mal am Tag mit Holz gefüllt werden müssen und sie danach kontinuierlich Wärme an ihre Umgebung abgeben, sind letztere keine Dauerbrennöfen, wodurch öfter Holz nachgelegt werden muss. Bei einem Kachelofen dauert es meist bis zu zwei Stunden, bis seine maximale Wärme erreicht ist. Diese wird dann langsam an die Umgebung abgegeben und sorgt so für stundenlange Wärme. Da durch die Strahlungswärme nicht die Luft, sondern die Oberflächen in den Räumlichkeiten erwärmt werden, ist das Raumklima gerade für Allergiker oder in der Erkältungszeit ideal, da die Luft nicht ausgetrocknet wird. Kachelöfen sind für Wohnungen jedoch meist zu schwer, sodass durch die statischen Gegebenheiten nur ein Kamin in Frage kommt. Diese dürfen überall aufgestellt werden, wo ein Schornstein mit einem Maß von mindestens 13,5 x 13,5 cm vorhanden ist. Der Kaminofen kann in der Hafnerei nach den Wünschen des Kunden hergestellt werden und wird im Anschluss daran nur noch in der Wohnung angeschlossen. Im Gegensatz dazu ist der Einbau eines Kachelofens um ein Vielfaches aufwändiger, da diese nur vor Ort im Eigenheim gemauert werden können. Lediglich die Brennkammer besteht aus einem fertigen Einsatz.
Kamine und Öfen lassen sich auch nachträglich noch ins Eigenheim einbauen, doch bringt dies meistens größere Umbauarbeiten und höhere Kosten mit sich. Es empfiehlt sich daher, bereits in der Planungsphase einen Kamin oder einen Kachelofen vorausschauend einzuplanen – der tatsächlichen Umsetzung steht dann zu einem späteren Zeitpunkt nichts im Wege. Weiß man, wie viele Räume mit dem Ofen beheizt werden sollen, so sollte ein Hafner zu Rate gezogen werden, der Berechnungen zur Größe anstellt und alle nötigen Anschlüsse dimensioniert. Entscheidet man sich erst nachträglich für einen Kamin, so führt der zuständige Rauchfangkehrer eine Dichtheitsprüfung des Rauchfangs durch und kann anhand dieser Daten Auskunft zu den baulichen Möglichkeiten geben.

Wer sich aus baulichen Gründen den Traum einer Feuerstelle in den eigenen vier Wänden nicht erfüllen kann, aber dennoch nicht auf den Anblick von flackerndem Feuer verzichten möchte, der kann auf Ethanol-Kamine zurückgreifen. Diese werden mit Bioalkohol betrieben, wodurch der Brennvorgang völlig rauchfrei ist. Viele dieser Kamine sind sogar mobil und lassen sich von Raum zu Raum bewegen. Anders als Kamine oder Kachelöfen sind Ethanol-Kamine nicht als primäre Wärmequelle geeignet, da sie nicht so viel Wärme abgeben wie die mit Holz beheizten Alternativen. Durch ihre Optik und das brennende Feuer sorgen sie aber für ein angenehmes und warmes Ambiente im Raum, das Lust auf entspannte Nachmittage auf der Couch macht.