ERA Magazin - besser Wohnen

Edles aus dem Wald

Furnier ist das Filet des Baumes

Holz an sich besitzt bereits eine attraktive Oberfläche, die immer individuell und damit einzigartig ist. Noch schöner ist nur Furnier, denn es zeigt die ganze Pracht, die in einem Baumstamm steckt. Das macht das wunderbare Material aus dem Wald zum „Filet des Baumes“. Wer sich schon einmal mit dem Thema Furnier auseinandergesetzt hat, erkennt schnell: Hier hat die Natur etwas ganz Besonderes geschaffen. Denn Furnier hat viel mit den Werken berühmter Maler gemeinsam. Tausende gekonnt miteinander kombinierte Farbnuancen sowie unzählige Optiken von sanft bis wild untermalen dieses wunderschöne, aus extra ausgesuchten Baumstämmen gewonnene Material, das die Oberflächen der unterschiedlichsten Objekte ziert – vom klassischen furnierten Möbelstück über extravagante Kiteboards oder Furnierbrillen bis hin zum Innenleben exklusiver Automobile.

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Je nach gewünschtem Aussehen wird das Filet des Baumes aus der bekannten und beliebten Eiche, aber auch aus der Esche und dem Nussbaum gewonnen. Dazu kommen Hölzer vom Ahorn oder von der Buche und viele weitere Arten, die auf der ganzen Welt exklusiv ausgesucht und weiterverarbeitet werden. Doch nicht jeder Baum birgt wertvolles Furnier: Nur Exemplare mit einer schönen Holzmaserung, einer abwechslungsreichen Farbgebung und einer insgesamt gut gewachsenen Struktur haben die Chance, zu edlen Unikaten verarbeitet zu werden. Was dann folgt, ist die abschließende Metamorphose einfacher Alltagsgegenstände hin zu kleinen und großen Kunstwerken für naturliebende und gleichzeitig moderne Individualisten – fast so schön, wie die Natur selbst.

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Flachmann mit feinem Furnier
Einen edlen Tropfen genießt Man(n) am besten in einem edlen Gefäß. Davon sind die beiden Geschäftsführer von Gentlecask, Denis Merkel und Steve Wiedelmann, felsenfest überzeugt. Und so fertigen die beiden Jungunternehmer mit viel Liebe und Leidenschaft einzigartige Flachmänner mit feinen Furnieroberflächen. „Holz ist und war für uns immer ein unwahrscheinlich toller und faszinierender Werkstoff, der durch seine Einzigartigkeit überzeugt“, so Merkel. Die Idee, Flachmänner mit Furnier zu veredeln, sei ihm während einer Wanderung im Elbsandsteingebirge in der Sächsischen Schweiz gekommen. Während eines Campingwochenendes hatte ein guter Freund von Merkel einen „einfachen“ Flachmann – gefüllt mit bestem Schottischen Single Malt – dabei. Bei einer Wanderung genossen sie den herrlichen Panoramablick vom Carolafelsen auf die Schrammsteine, den Falkenstein und die Felsen der vorderen Sächsischen Schweiz und dazu einen kleinen Schluck aus der Taschenflasche. In dieser idyllischen Szenerie mitten in der wunderschönen Natur kam dem gelernten Tischler Merkel dann die Idee, dass sich der Metallkorpus des Flachmanns wunderbar mit dem Naturmaterial Furnier verzaubern lassen würde.
Gedacht, getan: Umgesetzt hat Merkel seine Idee gemeinsam mit seinem ehemaligen Schulfreund Steve Wiedelmann, ebenfalls gelernter Tischler. Bis zum ersten perfekt gefertigten Flachmann mit Furnieroberfläche war es allerdings ein langer Weg. Die beiden Freunde hat es viele Stunden und viel Mühe gekostet, bis sie einen Produktionsprozess entwickelt hatten, in dem das Furnier perfekt an dem Flachmann-Rohling aus unbedenklichem Hartzinn angebracht wird und die Komposition aus Furnier und Hartzinn auch ästhetisch überzeugt.

Für Rohlinge aus Hartzinn haben sie sich entschieden, weil diese in alter Tradition noch heute in Sheffield, England, als Einzelstücke angefertigt werden. Somit ist sowohl der Rohling als auch das verwendete Furnier jeweils ein hochwertiges Unikat. Auch der Unternehmensname wurde mit Bedacht gewählt. Whisky lagert in Holzfässern (Cask), welche den guten Tropfen sanft/weich/vorsichtig (Gentle) aufbewahren. Daraus leitet sich der gewählte Unternehmensname „Gentlecask“ ab.
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