ERA Magazin - besser Wohnen

CHECKLISTE UMZUG

Übersiedlung ohne Stress will genau geplant sein

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Stapelweise Kartons, Papierchaos und endlose Aufgaben – ein Umzug bringt viel Durcheinander mit sich, bei dem man oft den Überblick verlieren kann und die Nerven verliert. Manche Dinge geraten daher leicht in Vergessenheit oder man lässt wichtige Fristen verstreichen. Unsere Checkliste zählt alle Punkte auf, die man bei einem Umzug beachten sollte, um stressfrei ins neue Eigenheim zu ziehen.
Fristen beachten: Ist die Traumwohnung gefunden, so muss die alte Wohnung zeitgerecht gekündigt werden, denn niemand zahlt gerne doppelt Miete! Bei befristeten Mietverträgen kann der Mieter nach Ablauf des ersten Jahres unter Einhaltung einer 3monatigen Kündigungsfrist den Mietvertrag vorzeitig aufkündigen. Läuft der Vertrag ohnehin aus, so endet er automatisch. Eine Ausnahme stellen allerdings Einfamilienhäuser dar, denn diese Verträge können nicht vor Ablauf der Frist gekündigt werden. Bei unbefristeten Mietverträgen kann der Mieter jeweils zum Ende des Monats unter Einhaltung einer 1monatigen Kündigungsfrist kündigen. Des Weiteren muss an die zeitgerechte Abmeldung der Strom-, Gas- und Wasserverträge gedacht werden. Informationen und Fristen dazu sind beim jeweiligen Anbieter zu erfragen.
Übernahme der neuen Wohnung: Bei der Übernahme der neuen Wohnung sollte gemeinsam mit dem Vermieter unbedingt ein Übernahmeprotokoll erstellt werden. Darin können etwaige Schäden der Wohnung vermerkt werden, um spätere Zweifel und Kosten zu vermeiden. Des Weiteren sollten folgende Informationen im Protokoll vermerkt werden: Anzahl der übergebenen Schlüssel inklusive Schlüsselnummer, der Zustand der Wohnung, die Zählerstände für Wasser, Gas, Fernwärme und Strom sowie das Datum und die Uhrzeit der Übergabe.
Umzug planen: Einen Umzug alleine auf die Beine zu stellen, ist nahezu unmöglich. Daher sollte man sich im Vorfeld klar darüber werden, ob man die Hilfe von Freunden in Anspruch nehmen möchte oder lieber eine Umzugsfirma beauftragt. Wer das Siedeln gemeinsam mit Freunden in die Hand nimmt, muss rechtzeitig für einen Umzugswagen sorgen, welcher ganz einfach über eine Mietwagen Firma gebucht werden kann. Beauftragt man eine Umzugsfirma, so muss man sich darüber im Klaren sein, dass die Kosten für den Umzug steigen. Ein externes Unternehmen kann allerdings viel Stress sparen, denn je nach Angebot übernimmt die Umzugsfirma bereits das Packen der Kartons und baut die Möbel in der neuen Wohnung auch wieder auf. Man solltesich jedoch im Vorfeld unbedingt über die Haftung im Schadensfall informieren, denn manche Umzugsunternehmen haften nur bis zu einer gewissen Summe.
Kartons besorgen: Steht ein Umzug in eine neue Wohnung an, dann sollte man sich im Vorfeld bereits Umzugskartons besorgen, vor allem für größere oder sperrige Gegenstände, die nicht einfach in Koffern oder Taschen verstaut werden können. Große Kartons kosten im Baumarkt zwischen 3€ und 4€. Inzwischen gibt es im Internet allerdings einige Händler, welche Kartons zu einem günstigeren Preis leihweise anbieten. Auch hier sollte man sich die Vertragsbedingungen genau ansehen. Für welchen Zeitraum können die Kartons gemietet werden? Wird ein Pauschalpreis oder ein Einzelpreis pro Karton verrechnet? Welche Kosten entstehen im Schadensfall?
Entrümpeln: Ein Umzug ist gleichzeitig auch die beste Chance, sein gesamtes Hab und Gut durchzusehen und sich von unnötigen Dingen zu trennen. Denn wer schleppt schon gern unnötigen Ballast in die neue Wohnung? Alte Möbel und Sperrmüll können auf Müllplätzen entsorgt werden. Hier gilt es, die Öffnungszeiten sowie die Abnahmebestimmungen und etwaige Kosten für die Entsorgung des Mülls zu beachten.
Umzugskartons richtig packen und beschriften: Es lohnt sich, die Umzugskartons mit Sorgfalt einzupacken und genau zu beschriften – so kann beim Auspacken in der neuen Wohnung viel Zeit gespart werden. Beim Packen gilt die Faustregel, schwere und harte Dinge nach unten, weiche und leichte nach oben! Ein Karton sollte nicht mehr als 15 bis 20 kg haben, damit ihn die beteiligen Helfer auch tragen können.
Raumplanung: Im Idealfall erstellt man vor dem Umzug einen Raumplan inklusive Möbelstellplan. Dieser dient den Helfern als Orientierung, denn so können die Möbelstücke und Kisten bereits in den Räumen abgestellt werden, in denen sie später aufgebaut und ausgeräumt werden sollen. Zuerst werden die Räume der neuen Wohnung ausgemessen sowie Wandflächen, Türen und Heizkörper festgehalten. Dann werden die Daten im Maßstab 1:100 Millimeter auf einem Blatt Papier festgehalten. Anschließend sollen die vorhandenen Möbel abgemessen und auf dem Plan
eingezeichnet werden.
Formalitäten nach dem Umzug: Sind alle Möbel und Kisten in der neuen Wohnung aufgebaut und eingeräumt, so ist der Umzug noch nicht abgeschlossen, denn auch danach müssen noch einige Formalitäten beachtet werden. Innerhalb von drei Tagen nach dem Umzug muss in Österreich der neue Hauptwohnsitz beim Meldeamt bekanntgegeben werden – wer darauf verzichtet, riskiert eine Geldstrafe. Gegebenenfalls muss nach dem Umzug auch das Auto umgemeldet werden. Dies gilt immer dann, wenn die neue Adresse im Zuständigkeitsbereich einer anderen Bezirksverwaltungsbehörde liegt. Liegt die neue Adresse im selben Zuständigkeitsbereich, so muss innerhalb einer Woche ebenfalls eine Änderung des Wohnsitzes angegeben werden. Des Weiteren muss daran gedacht werden, auch bei allen wichtigen Institutionen eine Adressänderung vorzunehmen. Beispiele hierfür sind Banken, Versicherungen, Handyanbieter, Zeitschriften-Abonnements, Rundfunkgebühren oder Onlinehändler, bei denen die Adresse hinterlegt ist.
Nachsendeauftrag erstellen: Wer verhindern möchte, dass die Post trotz Adressänderung weiterhin an die alte Adresse geschickt wird, der sollte rechtzeitig einen Nachsendeauftrag bei der Post stellen. Dieser kann für verschiedene Zeiträume gegen eine geringe Gebühr in Auftrag gegeben werden.