ERA Magazin - besser Wohnen

Anfassen erlaubt!

Textilien und haptische Oberflächen

Die zunehmende Digitalisierung und Technisierung weckt die Sehnsucht nach einem sinnlichen Wohnerlebnis. Dabei spielt die Haptik von Materialien und Oberflächen eine entscheidende Rolle. Wer täglich fast nonstop mit seinen Fingern kalte, glatte Touchscreens berührt, über Smartphones wischt und auf Tablets tippt, freut sich in den eigenen vier Wänden über Abwechslung in Form von haptisch ansprechenden Oberflächen – und streicht gerne mit der Hand über ein Möbelstück aus Naturholz oder einen Bezugsstoff mit besonderer Struktur. Den Trend zum gemeinschaftlichen Erleben spiegeln auch die aktuellen Hotelkonzepte wider: Living-Lobbys entpuppen sich als Melting Pot für Insider, Begegnungszone und hippe Treffpunkte.

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Dieser einzigartige Mix aus Entspannung, Kontakte pflegen und Teamwork zeichnet ebenfalls die modernen Coworking Spaces aus. Coworker arbeiten unabhängig und frei voneinander an verschiedenen Projekten, jedoch meist im selben Raum und können sich so gegenseitig unterstützen. Jeder profitiert von dem Wissen des anderen und es entstehen immer wieder spannende Ideen. Gemeinschaft am großen Tisch heißt es deshalb schon längst in der Food-Gastronomie: Lange Tafeln schlagen Brücken zu anderen Menschen und Kulturen und schaffen Verbindungen. Große Gesellschaften sind wieder modern.

Dafür servieren die Möbelhersteller aus Österreich die passenden Möbel. Ob Auszugstische, die sich in wenigen Sekunden zu Tafeln ausziehen lassen, bequeme Polsterstühle oder offene Lösungen für den nahtlosen Übergang vom Kochen zum Speisen – smarte Allround-Konzepte passen sich formschön und urgemütlich allen Besitzern und Architekturen an.
Neben naturbelassenem Holz und rauem Stein gehören Textilien zu den wahren Haptik-Helden. Die aktuellen Trendstoffe Samt und Cord möchte man am liebsten den ganzen Tag lang streicheln. Dasselbe gilt für Mohair und andere kuschelige Woll-Varianten sowie für die spannenden, strukturierten Textiloberflächen von Bouclé-Stoffen oder gekreppten Stoffen. Samt zeigt sich in dieser Saison oft in glamourösen Edelsteinfarben – von Smaragdgrün über Rubinrot bis Saphirblau. Zu den wichtigsten Stofftrends zählen außerdem Naturfasern – passend zu Neo-Ökologie und Green Living – und melierte Stoffe, die durch ihre verschiedenen Farbabstufungen optische Tiefe und 3-D-Effekte erzeugen.

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Die blaue Farbpalette spielt auch in der Einrichtungssaison 2018 eine wichtige Rolle. Sie reicht von Hellblau und pastelligen Aqua-Tönen über Petrol und
Indigoblau bis zu tiefem Marineblau. Blau wirkt beruhigend, entspannend, vertrauenswürdig und seriös. Auch als Wandfarbe ist abgetöntes Blau – von hell bis dunkel – sehr gefragt.
Die Trendfarbe Nummer eins ist allerdings Rot, und zwar in all seinen Schattierungen: Tomatenrot, Burgunder, Bordeaux, Ochsenblutrot, Terrakotta, Rostrot. Möbeldesigner und Innenarchitekten lassen 2018 den Wohnraum erröten. Auch Apricot- und Orangetöne sind mit von der Partie, ebenso wie der exotische Farbton Papaya.

Rot lässt sich gut mit Beigetönen oder den noch immer sehr populären Nude- und Pudertönen kombinieren. In grauen Interieurs kann man mit roten Möbeln wunderbar Akzente setzen. Rot steht für Wärme, Liebe und Leidenschaft. Der Komplettlook aus verschiedenen Rotnuancen ist allerdings für eine Möbelinszenierung auf dem Messestand besser geeignet als für das eigene Zuhause. Denn während ein einzelnes Möbelstück in einem kräftigen Rot einfach aufregend ist, wirkt ein Zuviel an Rot im Wohnraum schnell wie das sprichwörtliche „rote Tuch“: Es regt zu sehr auf und lässt keine Entspannung zu. Knallige Rottöne eignen sich besonders gut für die Solisten im Wohnraum, ein einzelnes Sofa oder einen einzelnen Sessel, und für Wohnaccessoires wie Vasen oder Kissen.

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Das gilt übrigens auch für den Lilaton namens Ultra Violet, den das Pantone Color Institute zur Farbe des Jahres 2018 erklärt hat. Dieser Farbton, der mal mystisch, mal glamourös wirkt, macht ein einzelnes Möbelstück oder Wohnaccessoire zum Eyecatcher.
Marmor, eines der Lieblingsmaterialien in den vergangenen Jahren, ist noch immer sehr präsent. Allerdings dominieren bei Marmor und anderen Natursteinen nun vor allem die dunklen Steinfarben. Marmor, ein äußerst langlebiges Material, ist nachhaltig und wirkt im Interieur wertig und elegant. Material-Kombinationen aus Marmor und anderen hochwertigen Werkstoffen sind im Bereich des Möbeldesigns nach wie vor sehr beliebt. Zu den Traumpartnern des Marmors zählen Metalle.
Die Kupfer-Mania scheint ihren Zenit zwar inzwischen überschritten zu haben, doch Messing steht noch immer hoch im Kurs und silbrig glänzende Metalle, in denen man sich spiegeln kann, wie Chrom und Edelstahl, feiern ihr Comeback. Apropos Spiegel: Diese hängen jetzt nicht nur im Bad, sondern erobern als skulpturale Designobjekte den gesamten Wohnraum. Die neuen, außergewöhnlich gestalteten Wandspiegel sehen nicht nur gut aus, sie lassen auch den Raum gut aussehen – indem sie ihn optisch vergrößern.

Virtueller Raum mit Design-Faktor!
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